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Konzept: Integrativer Kindergarten "Lindennest"

 Konzeption 

  …miteinander, gemeinsam,         
offen, unvoreingenommen,       
geben, nehmen, fallen lassen,       
mittendrin, vielfältig,             
entwickeln, teilhaben,            
verschieden, aufwachsen,        
wichtig, bereichernd,         
erleben, entfalten, …          
 
 
Es ist nicht unsere Aufgabe, einander näher zu kommen,
sowenig wie Sonne und Mond zueinander kommen
oder Meer und Land.
Unser Ziel ist, einander zu erkennen
und einer im anderen das zu sehen
und ehren zu lernen, was er ist:
des anderen Gegenstück und Ergänzung.
 
Hermann Hesse 
 
Übersicht:
 
Inhalt

1. Leitgedanke zur Inklusion

Unser Integrativer Kindergarten besteht seit 1990. Er ist ein staatlich anerkannter Regelkindergarten der Stadt Senden unter der Trägerschaft der Lebenshilfe Donau-Iller e. V.. Wir sind ein Teil des Heilpädagogischen Zentrums Senden (HPZ), hierzu gehören die Interdisziplinäre Frühförderung im Landkreis Neu-Ulm, die Schulvorbereitende Einrichtung, die Lindenhofschule, die heilpädagogische Tagesstätte und die Individualbegleitung im Landkreis Neu-Ulm.

Die EU-Mitgliedstaaten, somit auch Deutschland, haben sich mit der Unterschrift zur UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung verpflichtet für die Lebenssituation dieser Menschen einzutreten, um ihnen die gleichberechtigte Teilhabe bzw. Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Der Begriff Inklusion kommt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich übersetzt „Einschließung, Einschluss bzw. das Enthalten sein“.

Der Grundgedanke unserer Arbeit liegt im Recht der Kinder begründet, gemeinsam zu leben, zu spielen und zu lernen.

In der täglichen Arbeit mit den Kindern unserer Einrichtung findet Inklusion schon seit Jahren statt. Jedes Kind wird in seiner gesamten einzigartigen Person wahrgenommen. Wir gehen davon aus, dass alle Kinder - unabhängig ihrer Herkunft, ihres Alters, ihres Geschlechts, ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer Leistungsfähigkeit oder einer Behinderung - über umfassende Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale verfügen.
Jedes Kind bringt seine ganz individuelle „Landkarte“ mit, die geprägt ist durch unterschiedliche soziale und emotionale Erfahrungen und unterschiedliche „Wege“. Diese Verschiedenheit wird als Bereicherung für alle erlebt.

Inklusion erfordert von uns ein Umdenken und das Einnehmen einer anderen Haltung.

Nicht allen das Gleiche, sondern jedem das Seine. Nicht fördern, um auf ein Ziel hinzuarbeiten, dass für alle gleichermaßen festgesetzt ist, sondern fördern, um die individuellen Möglichkeiten auszuschöpfen und zu erweitern. Fördern, nicht primär mit Blick auf die sozialen Bezugsnormen, sondern auf die individuellen Möglichkeiten, nicht im Gleichschritt, sondern im individuellen Tempo und auf individuellen Wegen.

Ein besonderer Vorteil in unserer Einrichtung ist, dass die Heilpädagoginnen in den Gruppen arbeiten. Ihr Hauptaugenmerk liegt zwar auf den Kindern mit heilpädagogischem Förderbedarf, aber die Förderung ist in den Gruppenalltag integriert und somit gelebte Inklusion. Alle Kinder und Teammitglieder profitieren von dieser Personalzusammensetzung.

Wir orientieren uns an den Inhalten des Bayrischen Bildungs- und Erziehungsplans (BEP), der seit 2006 für alle Kindergärten verpflichtend ist.

Dort steht zum Thema Inklusion:

„Zentral für das Gelingen integrativer Prozesse ist die Grundüberzeugung des pädagogischen Personals, dass Integration notwendig und sinnvoll ist. Wesentlich ist ferner die Wertschätzung einer engen Zusammenarbeit (im Team, mit anderen Berufsgruppen) und einer Erziehungspartnerschaft mit den Eltern.“ Inklusion ist eine Entwicklung und betrifft das gesamte Leben der Menschen. Entwicklung braucht Raum, Zeit und Vertrauen. Das bedeutet für die pädagogischen Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, aus dem integrativen Gedanken mit der Zeit einen inklusiven zu gestalten.

(RegioTV Bericht 17.10.2014 "Inklusive Pädagogik")

2. Unser Kindergarten stellt sich vor

Unser Integrativer Kindergarten Lindennest besteht seit 1990 mit zwei Gruppen. Der Kindergarten ist als Regelkindergarten der Stadt Senden staatlich anerkannt und steht in der Trägerschaft der Lebenshilfe Donau-Iller e.V..

2.1. Zusammensetzung der Gruppe

Unseren Kindergarten besuchen Kinder der Stadt Senden ab einem Lebensalter von 2 ½ Jahren bis zum Schuleintritt. Unsere zwei Gruppen mit jeweils 15 Kindern setzen sich aus jeweils 10 Kindern auf einem Regelplatz und 5 Kindern mit einem heilpädagogischen Förderbedarf zusammen. Dieser Bedarf kann durch eine geistige Behinderung, eine Körperbehinderung, einen Entwicklungsrückstand, Sprachauffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen oder ausgeprägte Verhaltensauffälligkeiten bedingt sein.

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2.2. Personelle Besetzung

In jeder Gruppe arbeiten Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen sowie eine Heil- bzw. Sozialpädagogin. Des Weiteren stehen uns die Mitarbeiter der therapeutischen und beratenden Fachdienste der Frühförderung zur Seite. Zum Personal gehören ebenso die Verwaltung, der hauswirtschaftliche sowie der haustechnische Dienst inklusive des Reinigungspersonals.

2.3. Räumlichkeiten

Der Kindergarten verfügt über zwei Gruppenräume mit je einem Nebenzimmer, kind-gerechter Küchenzeile, einem direkten Zugang zum Spielplatz und einer gemeinsamen Garderobe. Der Sanitärbereich ist mit einer Wickelkommode ausgestattet. Zusätzlich können wir verschiedene Fachräume (z. B. Turnhalle, Schwimmbad, Rhythmikraum, Bällebad etc.) des Heilpädagogischen Zentrums nutzen.

2.4. Tagesablauf und Freispiel

Um einen Einblick in unsere Arbeit zu geben, führen wir hier kurz die Eckpunkte des Tagesablaufes auf:

  • Freispiel
  • Gemeinsames Vesper
  • Gezielte Angebote wie Turnen, Rhythmik, Schwimmen, Kleingruppenarbeit,Kochen, Gestalten, etc.
  • Bewegung im Freien
  • Stuhlkreis
  • Mittagessen
  • Ruhezeit
  • Freispiel und Kleingruppenarbeit

Dieser Rahmen gibt den Kindern Halt und Sicherheit. Die zeitliche Gestaltung ist auf die individuellen und aktuellen Bedürfnissen der Kinder abgestimmt.

Da dem Freispiel für die Kinder eine besondere Rolle zukommt, wird nachfolgend inhaltlich auf dessen Bedeutung eingegangen:

Spielen ist die zentrale Aktivität des kindlichen Lebens. Keine andere Verhaltensweise zieht so viel kindliche Aufmerksamkeit in ihren Bann und nirgends investieren Kinder mehr und ausdauernder Energie, um eine eigene Idee umzusetzen, als das im freien Spiel der

Fall ist. Sie entscheiden alleine was, mit wem, wie, wie lange, wo und ob sie spielen wollen.

Im Freispiel haben die Kinder die Möglichkeit, Erfahrungen in allen Bereichen zu sammeln, sich zurückzuziehen, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen. Sie lösen Konflikte, bekommen Lob und Anerkennung, erfahren ihre Grenzen, lernen Regeln, haben Spaß und Freude. Positive sowie negative Erfahrungen zu sammeln und zu verarbeiten, ist für Kinder wichtig, um daran zu wachsen. Jedes einzelne Kind lernt im Freispiel etwas für sich Bedeutsames. Neue Erfahrungen werden gemacht, alte können nacherlebt und gegebenenfalls korrigiert werden.

Unsere Aufgabe ist es unter anderem, das Geschehen beobachtend zu verfolgen und eventuell unterstützend einzugreifen, zu begleiten, Kontakte anzubahnen, gemeinsame Aktionen anzuregen, Vertrauen und Sicherheit zu geben.

Ein Kind kann uns durch sein Verhalten im Freispiel bewusst oder unbewusst etwas sagen. Dafür müssen wir sensibel sein. Das Kind kann uns dadurch zeigen,

  • wie es in der Gruppe zurechtkommt,
  • welche Rolle es innerhalb der Gruppe einnimmt,
  • ob es soziale Kontakte knüpfen kann,
  • was es gerne oder nicht gerne spielt,
  • wo es Unterstützung benötigt.

„Das Spiel ist die Arbeit des Kindes.“

Maria Montessori

2.5. Bild des Kindes

Im Kindergarten steht das gemeinsame Leben und Erleben der Kinder im Mittelpunkt. Es ist uns wichtig und unsere Aufgabe, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder einzugehen und diese aufzugreifen. Dabei legen wir großen Wert auf einen kindgerechten Alltag. Dies bedeutet für uns, dass wir allen Kindern die Zeit und Aufmerksamkeit entgegenbringen, die sie benötigen.
Kindgerecht bedeutet weiter, den Kindern eine große Bandbreite an Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten. Dabei gehen wir von den individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten der Kinder aus und geben ihnen die Möglichkeit, diese zu entwickeln und zu erweitern.

Wichtig ist für uns ebenso, den Kindern ein gewisses Mitsprache-, Mitgestaltungs- und Mitentscheidungsrecht zu ermöglichen. Die Kinder wirken bei der Gestaltung des Alltags in der Kindertageseinrichtung ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend mit.
Hierbei spricht man von Partizipation, was so viel wie Teilhabe an Planungs- und Entscheidungsprozessen - an denen die Kinder mittel- oder unmittelbar beteiligt sind - bedeutet.

Wichtig und bedeutend ist, bei allem was wir tun, die Individualität des Kindes zu sehen, es in seiner Ganzheit wahrzunehmen und ihm Vertrauen und Sicherheit zu geben. Jedes Kind soll spüren, dass es ein Teil der Gruppe, ein Teil unserer Gemeinschaft und Gesellschaft ist.

 

3. Unsere pädagogischen Ziele

3.1. Sozial-emotionale Kompetenz

Das Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist ein grundlegendes Merkmal menschlicher Entwicklung. Das Kind braucht die soziale Gemeinschaft, um zur eigenen Identität zu kommen. Vom ICH zum DU zum WIR.

Eine Aufgabe des Kindergartens ist es, die Kinder in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung zu unterstützen und zu fördern.

Eine Grundlage hierfür ist die Schaffung einer Atmosphäre, in der den Kindern die Möglichkeit zum Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen zu den Erziehern, sowie zu den anderen Kindern gegeben wird. Das gemeinsame Miteinander gelingt dabei nur, wenn die Kinder Kompetenzen erwerben, die sie befähigen, im sozialen Miteinander selbstständig und handlungsfähig zu werden und mit ihren Gefühlen sowie den Gefühlen anderer angemessen umzugehen.

Im Kindergarten werden soziale Beziehungen und Lernprozesse meist unbewusst im gemeinsamen Zusammenleben bzw. Erleben erlernt. Renate Zimmer beschreibt hierbei fünf Basiskompetenzen sozialen Handelns, die über das Spiel integriert werden und in unserer Arbeit im Vordergrund stehen:

  1. Soziale Sensibilität
  2. Toleranz und Rücksichtnahme
  3. Regelverständnis
  4. Kontakt- und Kooperationsfähigkeit
  5. Frustrationstoleranz

Die tägliche pädagogische Arbeit bietet vielfältige Möglichkeiten, Kinder bei der Erfahrung dieser Basiskompetenzen zu unterstützen. Neben der Förderung in Alltagssituationen können auch Bewegungsangebote soziale Prozesse anstoßen und die sozial-emotionale Entwicklung fördern.

Ein wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist, dass die Kinder die Möglichkeit erhalten ihre Gefühle - gleich welcher Art - wahrzunehmen und zu äußern. Die Wahrnehmung von Gefühlen wird durch die ganzheitliche Ausrichtung unseres Kindergartens begünstigt, durch welche die gesamte Erlebniswelt Eingang in den Kindergartenalltag findet und hier gemeinsam kindgerecht reflektiert wird.

3.2. Ganzheitliche Wahrnehmung

„Ohne Wahrnehmung keine Bewegung - ohne Bewegung keine Wahrnehmung“

Viktor von Weizäcker

Unter Wahrnehmung versteht man das Aufnehmen und Verarbeiten von äußeren und inneren Reizen über die verschiedenen Sinnessysteme. Man unterscheidet in zwei Bereiche:

  • Nahsinne: Taktiler Bereich (Oberflächensensibilität), kinästetischer Bereich (Tiefensensibilität) und vestibulärer Bereich (Gleichgewicht).
  • Fernsinne: Visueller Bereich (sehen), auditiver Bereich (hören), gustatorischer Bereich (schmecken) und olfaktorischer Bereich (riechen).

Jede kognitive Entwicklung hat ihr Fundament in der Wahrnehmung, die hierbei jedoch nicht passiv oder unabhängig von der Handlung ist. Mit ihrem gesamten Körper und allen Sinnen sammeln die Kinder Informationen. Nur durch diese ausforschenden und prüfenden Handlungen erwerben sie innere Bilder und Vorstellungen von ihrer Welt. Auf diese Weise lernen sie, ihre Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes zu “begreifen”. Kinder brauchen sinngebende Eindrücke, um sich gut entwickeln zu können und in der richtigen Weise mit sich selbst und den Umwelteinflüssen zurechtzukommen.

Im Verlauf der Wahrnehmungsentwicklung spielt die Verknüpfung der Information aus den unterschiedlichen Sinneskanälen eine entscheidende Rolle. Deshalb ist es so wichtig, diese Fähigkeit zu schulen, indem vielseitige Sinnesreize bewusst angeboten werden, ohne dabei Reizüberflutungen zu provozieren. Umso wichtiger ist es, dass wir uns unserer Wahrnehmungsfähigkeiten bewusst werden und alle unsere Sinne gezielt einsetzen und trainieren. Nicht nur das, wir müssen auch lernen, dass sie optimal zusammenarbeiten, um verschiedene Sinneseindrücke zu einem „sinn-vollen“ Ganzen zu verknüpfen.
Nur so kann sich ein Kind gut entwickeln und wesentliche Fähigkeiten wie das Denken, das Lernen, das Sprechen, sein Verhalten, seine Körpergeschicklichkeit und koordinierte Bewegungsabläufe erwerben.

Spielideen werden bei uns in den pädagogischen Alltag eingebaut. Entweder geschieht dies geplant und vorbereitet oder aber die Ideen entwickeln sich einfach aus dem alltäglichen Spiel. Wichtig ist, dass der Spaß im Vordergrund steht, denn nur dann werden die Sinne wirklich geweckt, und nur dann wird aus dem sinnreichen Tun auch ein sinnvolles Spiel.

„Mit allen Sinnen die Welt erfahren und genießen“

Renate Zimmer

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3.3. Sprachlicher Bereich

Die Sprache und das Sprachverständnis bilden die Voraussetzung zu kommunikativem Handeln und der Auseinandersetzung mit anderen Menschen. Die Sprache befähigt dazu, sich von Dingen zu distanzieren, Vergangenes festzuhalten und Zukünftiges zu planen.

Mit Gestik, Mimik und Lauten versucht das Kind von Anfang an mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Das Kind lernt Sprache, wenn es in ständigem Dialog mit vertrauten Personen steht. Die pädagogische Fachkraft ist dabei das Sprachvorbild für die Kinder. Ihr kommt die Aufgabe zu, auf ihr Sprachverhalten (Gesprächskultur) zu achten. Handlungen werden sprachlich begleitet. Dabei wird auf eine deutliche Aussprache und eine einfühlsame sowie anregende Kommunikation Wert gelegt.

Sprachförderung im Kindergartenalltag

Die elementarste Form der Sprachförderung findet im Gespräch statt. Im täglichen Spiel miteinander sowie in Stuhlkreisen, Kleingruppen und Kinderkonferenzen werden die Kinder dazu angeregt, Fragen zu stellen und zu beantworten, aber auch ihren eigenen Standpunkt zu vertreten und zu begründen. Den Kindern werden Freiräume geschaffen, in denen sie Gefühle der Freude, der Angst, des Kummers und des Unwohlseins äußern können. Sie erfahren, dass Sprache vielfältige Ausdruckmöglichkeiten bietet und auf sprachliche Äußerungen auch Konsequenzen folgen. Ausgehend von den Dingen des täglichen Lebens wird z. B. der Wortschatz des Kindes durch Zuordnen von Namen zu Gegenständen, durch das Ausdrücken von räumlichen und zeitlichen Beziehungen, durch das Unterscheiden, das Erkennen und die Benennung von Merkmalen erweitert. In der täglichen Praxis werden den Kindern Situationen und Freiräume zur Sprachgestaltung durch Rollenspiele, Reime, Rätsel, Geschichten, Lieder, Abzählverse, Zungenbrecher etc. angeboten. Dies weckt die Lust am kreativen Umgang mit der Sprache und fördert die phonologische Bewusstheit.

Allgemeine Sprachförderung

  • Literacy - Erziehung

Frühe Literacy-Erziehung steht für vielfältige Erfahrungen und Lernchancen rund um die Buch-, Erzähl- und Schriftkultur. Dies sind Erfahrungen, die für die Sprachentwicklung, spätere Lesekompetenz und Bildungschancen von Kindern von großer Bedeutung sind. Zur Literacy-Erziehung gehören z. B. Bilder- und Sachbücher, Märchen und Erzählungen, Rollenspiele, Theaterstücke, spielerische und „entdeckende“ Erfahrungen mit der Schrift.

  • Würzburger Trainingsprogramm

Das Würzburger Trainingsprogramm ist ein Programm zur Förderung der phonologischen Bewusstheit, an dem die Kinder ein Jahr vor der Einschulung teilnehmen. Es findet über einen Zeitraum von 20 Wochen in täglichen, kurzen Einheiten statt. Neben Spielen zu den Bereichen Lauschen, Reime, Sätze und Wörter, Silben und Anlaute kommen ab der Hälfte des Programms auch Übungen und Spiele zur Buchstaben-Laut-Verknüpfung hinzu. Ziel des Programms ist es, den Kindern wichtige Vorläuferfertigkeiten für das Lesen und Schreiben lernen auf spielerische Weise zu vermitteln.

  • Sprachbeobachtung

Die Beobachtung der Sprache jedes einzelnen Kindes ist die Grundlage für die Sprachbegleitung und Sprachförderung. Die Sprachbeobachtung findet während des Freispiels, in gezielten Kleingruppenangeboten wie Gesprächskreisen, Bilderbuchbetrachtungen und Rollenspielen statt. Die Durchführung verschiedener Beobachtungsverfahren gibt uns einen Überblick über die sprachlichen Kompetenzen der Kinder. Für deutschsprachige Kinder wenden wir den Beobachtungsbogen SELDAK an, bei Kindern mit Migrationshintergrund kommt der Bogen SISMIK zum Einsatz. Beide Verfahren wurden am Staatsinstitut für Frühpädagogik in München entwickelt. Sie sind nicht für die Diagnostik von Sprachstörungen ausgelegt. Sehen wir Bedarf für eine logopädische Abklärung, informieren und beraten wir die Eltern.

3.4. Motorischer Bereich

Kinder haben einen natürlichen Drang und Freude daran, sich zu bewegen. Neugierig gehen sie auf Entdeckungsreise und nehmen mit allen Sinnen sich selbst und ihre Umwelt wahr und auf diese Weise neue Informationen auf. Die Bewegungserfahrungen sind für die Entwicklung der Kinder sehr bedeutsam. Indem wir den Bewegungsdrang der Kinder unterstützen und vielfältige Spiel- und Bewegungserfahrungen anbieten, stärken wir das Kind in seiner Unabhängigkeit, seinem Selbstvertrauen sowie seinem Selbstbild und begleiten es in seiner harmonischen Persönlichkeitsentwicklung. Die motorischen Grundeigenschaften wie Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft und Koordination werden dem Kind als ganzheitliches Bewegungsangebot vermittelt. Wahrnehmungsleistungen, kognitive Leistungen und soziale Verhaltensweisen werden gefördert. Körper- und Sinneserfahrungen zu machen, geben dem Kind die Möglichkeit, sein Körperbild immer besser kennenzulernen und seine Umwelt bewusst wahrzunehmen.In unserem Kindergarten fließen psychomotorische Elemente in die Bewegungsangebote der Turn- und der Rhythmikstunde sowie in gezielte Einzel- und Gruppenangebote ein. Hier kommen psychomotorische Materialen und Geräte wie Rollbrett, Schwungtuch, Chiffontuch, Seil, Ball, Schaukel etc. zum Einsatz. Diese beinhalten einen hohen Aufforderungscharakter für Kinder. Wir versuchen das Bewegungsbedürfnis des einzelnen Kindes zu verwirklichen, in dem wir die vorhandenen Bewegungsmöglichkeiten nutzen.
Wichtig ist uns auch, dass die Kinder Bewegungserfahrung in der freien Natur sammeln können. Die Eltern wollen wir für diese zentrale Bedeutung der Bewegungserfahrungen für die gesamte Entwicklung ihres Kindes sensibilisieren.

Grobmotorik

Unter Grobmotorik wird die Gesamtbewegung des Körpers verstanden. Um großräumige Bewegungen wie Laufen, Hüpfen, Klettern, Rollerfahren etc. ausführen zu können, muss die Zusammenarbeit bzw. Zuordnung von Sinneswahrnehmung, Zentralnervensystem und Muskulatur funktionieren und aufeinander abgestimmt sein. Durch vielfältige Angebote im grobmotorischen Bereich können die Kinder vielfältige Erfahrungen sammeln und dadurch ihr Körperbewusstsein erweitern.

Feinmotorik

Unter Feinmotorik werden die feingegliederten Teilbewegungen des Körpers verstanden. Feinmotorische Fähigkeiten sind somit kleine, differenzierte Bewegungen, die vor allem mit den Händen, den Füßen und dem Gesicht ausgeübt werden. Als Auge-Hand-Koordination bezeichnet man Bewegungen, welche die Hände - vom Auge gefolgt, begleitet und somit gesteuert - ausführen. Diese Koordinationsleistungen werden beim Malen, Bauen, Auffädeln, beim Spielen mit dem Luftballon, bei Fingerspielen etc. gefördert. Das Erlernen des Schreibens ist ein sensomotorischer Prozess, d. h. alle Sinne müssen gut aufeinander abgestimmt sein, damit ein Kind schreiben lernen kann. Die Graphomotorik meint die differenzierte, rhythmische Schreibbewegung. Hierbei geht es nicht darum, einzelne Bewegungsmuster isoliert einzuüben, sondern dass sie nach einigen gleichbleibenden Wiederholungen in verschiedenen Situationen weiter variiert angeboten werden und nachvollzogen werden können.

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3.5. Mathematischer Bereich

Die Welt, in der die Kinder aufwachsen, ist voller Mathematik. Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken. Kinder stehen dem ganz unbefangen und offen gegenüber und haben ein natürliches Interesse an Formen und Zahlen. Zählen, Vergleichen und Ordnen sind Tätigkeiten, die für die Kinder mit Spaß, Kreativität und Erfolgserlebnissen verbunden sind, wenn sie entdecken, dass Dinge gut zueinanderpassen und Mengen aufgehen. Wenn Kinder in Lernprozessen mit allen Sinnen spielerisch mit mathematischen Inhalten experimentieren können und dabei einen kreativen und freundlichen Umgang mit Mathematik entwickeln, so beeinflusst dies den späteren Lernprozess in der Schule positiv. Für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen ist es uns wichtig, Kindern grundlegende mathematische Erfahrungsbereiche regelmäßig und bewusst anzubieten. Die Präsenz von geometrischen Formen (z. B. Bausteine, Alltagsgegenstände), Zahlen (z. B. auf Plakaten, in Büchern, beim Einkaufen) und mathematischen Werkzeugen (z. B. Maßband, Waage, Messbecher) macht für die Kinder die Welt der Mathematik sichtbar und täglich erfahrbar. Doch vieles, was die Kinder im Alltag erleben und verrichten, spielen und bearbeiten, beinhaltet bereits mathematische Grunderfahrungen, die nicht unbedingt als solche bewusst wahrgenommen werden. Zudem sind mathematische Inhalte in vielen Angeboten enthalten, wie z. B. Finger- und Würfelspiele, Reime und Abzählverse, Lieder und rhythmische Angebote. „Darüber hinaus sind gezielte Lernangebote wichtig, in denen Kinder mathematische Denk- und Handlungsweisen erproben und einüben können. Solch differenzierte Lernerfahrungen ermöglichen Kindern einen breiten Zugang zur Mathematik.“ (BEP)

3.6. Kreativität

Kreativität ist für uns gemäß der Wortbedeutung schöpferische Kraft, d. h. es geht um die Entstehung von etwas Neuem. Es geht uns darum, die Phantasie der Kinder zu wecken bzw. zu fördern und eben diese Phantasie in die jeweiligen Aktivitäten einfließen zu lassen. Eine von einem Kind entwickelte Idee sollte auch weitestgehend von diesem Kind, nach dessen Vorstellungen und gemäß seiner Möglichkeiten umgesetzt werden, soweit dies innerhalb unserer Rahmenbedingungen möglich ist. Der Mut, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen, zu experimentieren und schöpferisch tätig zu werden, muss oftmals erst erlangt werden. Hierfür ist es wichtig, dass alle “Produkte” der Kinder - gleich welcher Art - Wertschätzung erfahren. Das bedeutet, dass die Kinder in ihren Ideen nicht gebremst werden und die Ergebnisse entsprechend der Fähigkeiten des jeweiligen Kindes gewürdigt werden. Diese Form der Kreativität muss also erfahren bzw. erprobt werden, da sie nicht unbedingt von Haus aus vorhanden ist. Es handelt sich um einen unter Umständen langen Prozess. So kann jeden Tag ein Stückchen mehr von der individuellen Kreativität erobert werden. Die Kinder suchen nach eigenen, ihrem Entwicklungsstand gemäßen Lösungsmöglichkeiten und holen sich bei der Umsetzung ihrer Ideen gegebenenfalls Rat und Unterstützung bei den Erziehern. Auf diese Weise erweitern sich nicht nur die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder im direkten kreativen Bereich, sondern es findet auch eine positive Einflussnahme auf andere Lebensbereiche statt.

3.7. Musikalischer Bereich

"Die Musik öffnet die Tür zum Innersten des Menschen, sie wird,

wenn richtig gewählt zum erzieherischen Mittel."

Marie-Elisabeth Scheiblauer

Wir gehen davon aus, dass Musik auf Kinder eine starke Anziehung und Motivation ausübt.Ein direkter und einflussreicher musikalischer Impulsgeber ist unsere Stimme, unsere Sprache, sind Klänge, Laute und Geräusche. Wir können dabei auf die Sinne des Hörens, des Beobachtens, des Erfühlens von Musiktönen und der Bewegung zur Musik eingehen. Kinder lernen dabei zu unterscheiden, zu differenzieren, auf musikalische Elemente zu reagieren, sie finden beim Singen ihren Sprachfluss und können mit Klängen, Geräuschen und Lauten rhythmisch experimentieren. Instrumente wie Handtrommel, Becken, Triangel, Pauken, Metallophon, Xylophon, Klanghölzer, Cymbeln, Schellen und Rasseln etc. stehen uns hierfür zur Verfügung. Die Kinder haben hier die Möglichkeit, auszuprobieren und den Umgang mit diesen Instrumenten kennenzulernen. Wichtig ist uns, den Kindern immer wieder Mittel und Möglichkeiten zu geben, Musikerlebnisse in einer kindgerechten, einfühlsamen, rhythmisch und sprachlich anregenden sowie in einer lustigen Form anzubieten.

3.8. Religiöse Erziehung und Werteerziehung

Ein Ziel der religiösen Erziehung ist, unter Berücksichtigung der elterlichen Prägung, die Kinder für Fragen nach dem „Woher und Warum“ zu sensibilisieren. Religiöse Erziehung soll dem Kind einen Zugang zu christlichen Traditionen eröffnen. Glaubensgrundsätze anderer Religionen werden dabei respektiert. Im täglichen Miteinander stehen für uns Werte wie Wertschätzung von Personen, Toleranz gegenüber Anderen, Einmaligkeit jedes Einzelnen, Emotionalität, Offenheit, Ehrlichkeit, Vertrauen und Gewaltfreiheit im Vordergrund. Im Kindergarten feiern wir die traditionellen, christlichen Feste wie Weihnachten und Ostern und machen die Kinder wachsam für deren Bedeutung im christlichen Glauben. Wir sind offen für Fragen über den Inhalt anderer Religionen und beantworten sie kindgemäß.

3.9. Natur- und Sachbegegnung

Im Kindergarten erfahren und erforschen die Kinder den Lebensraum Natur. Die Kinder erleben im Umgang mit Tieren und Pflanzen, in der Nutzung von Ressourcen und im Verbrauch und Gebrauch von Gegenständen unmittelbar ihre Umwelt. Sie beobachten, hinterfragen und sind neugierig darauf, Zusammenhänge zu erfahren. Wir wollen die Kinder sensibel machen, die Natur in ihrem Wert zu schätzen und ihr gegenüber verantwortlich zu handeln. In Projekten und Angeboten an unseren Naturerlebnistagen lernen die Kinder mit allen Sinnen die Vielfältigkeit der Natur kennen. Sie erkunden diese spielerisch in der näheren und weiteren Umgebung. Sie entdecken und erproben Bastel- und Werkmaterial (Steine, Wasser, Moos, Gras, Sand, Holz etc.) und führen Experimente und Aktivitäten in der Natur bzw. Umwelt durch.

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4. Zusammenarbeit mit den Eltern

„Eltern sind „Spezialisten“ für ihr Kind (BEP). Keiner kennt es besser und länger als sie. Gemeinsam mit ihnen gehen wir eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ein, um dem Kind ideale Entwicklungsbedingungen zu bieten. Daher ist es uns besonders wichtig, eng und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und diese Partnerschaft im Interesse der Kinder gemeinsam zu gestalten.

4.1. Erstkontakt und Aufnahme

Der Erstkontakt wird in der Regel durch die Kindergartenleitung begleitet und dient einem gegenseitigen Kennenlernen. Die Eltern haben die Möglichkeit, einen Einblick in den Gruppenalltag und in unser integratives Konzept zu erhalten. Wir geben den Eltern innerhalb eines Gespräches Raum, Fragen zu stellen und mögliche Ängste oder Unsicherheiten anzusprechen. Dabei sind auch der Austausch über besondere Bedürfnisse des Kindes sowie bisherige Fördermaßnahmen von Bedeutung.

Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.“

Johann Wolfgang von Goethe

Wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, ist es oft das erste Mal, dass sie ihren Lebensraum Familie verlassen. Ein großer Schritt für ein kleines Kind. Damit dieser Schritt gut gelingt, arbeiten wir eng mit den Eltern zusammen und lassen jedem Kind die Zeit, die es dafür benötigt diesen Schritt in seinem Tempo zu gehen.

4.2. Elterngespräche

Elterngespräche, d. h. der Austausch über das Kind mit den Eltern, sind für unsere Arbeit von besonderer Bedeutung. Im Rahmen von Entwicklungsgesprächen teilen wir den Eltern unsere Beobachtungen in den verschiedenen Bereichen, wie z. B. Spiel- und Sozialverhalten, Selbständigkeit, Grob- und Feinmotorik, Kognition, Sprache etc. mit. Grundlage dafür sind Beobachtungsbögen, wie z. B. „Perik“, „Seldak“ und „Sismik“ des Staatsinstitutes für Frühpädagogik in München. Von den Stärken des Kindes ausgehend, überlegen wir unter Einbindung der Eltern, Förderschwerpunkte und Förderziele. Wird ein gezielter Förderbedarf z. B. im Bereich Sprache deutlich, empfehlen wir den Eltern eine Abklärung durch weiteres Fachpersonal (z. B. Kinderarzt, Frühförderstelle, Erziehungsberatungsstelle etc.) und begleiten sie auf Wunsch bei der Kontaktaufnahme.

4.3. Einbindung der Eltern

Elternbeirat

Wichtig ist für uns die kooperative Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat, der in der Regel aus drei Mitgliedern sowie deren Stellvertretern besteht. Der Elternbeirat wird zu Beginn jedes Kindergartenjahres neu gewählt. Zu seinen Aufgaben gehört es unter anderem, die Anliegen der Eltern vorzubringen, deren Interessen gegenüber dem Träger zu vertreten oder bei der Organisation und Durchführung von Festen, wie z. B. der St. Martinsfeier und unserem „Lindenhoffest“, mitzuwirken. Der Elternbeirat organisiert und veranstaltet auch Elternstammtische. Bei wichtigen Entscheidungen wird der Elternbeirat gehört und steht sowohl den Eltern als auch uns beratend zur Seite. Um diese Aufgaben wahrnehmen zu können und um einen regen und offenen Austausch zu erhalten, finden regelmäßige Treffen mit dem Personal des Kindergartens statt. Der Elternbeirat des Kindergartens und der Lindenhofschule treffen sich regelmäßig und organisieren u.a. das jährliche Lindenhoffest.

Elternabende

Der erste Elternabend findet im Oktober statt. An diesem Abend wird der Elternbeirat gewählt und ein Thema wie z.B. Inklusion in den Mittelpunkt gestellt. Ebenso können nochmal allgemeine Fragen bearbeitet werden. Weitere themenbezogene Elternabende führen wir in unterschiedlichen Zeitabständen durch, auch abhängig vom Bedarf der Eltern.

Elternbefragung

Die Meinung der Eltern ist uns wichtig. Daher führen wir einmal im Jahr eine schriftliche Elternbefragung durch, bei der die Eltern ihre Anregungen, Meinungen, Wünsche und Kritik äußern können. Zur Auswertung des Bogens wird der Elternbeirat hinzugezogen. Wir versuchen, die Ergebnisse in unserer Arbeit zu berücksichtigen und stehen neuen Vorschlägen offen gegenüber.

4.4. Transparenz der pädagogischen Arbeit

Um den Eltern unsere Arbeit transparenter zu machen, wird von jeder Gruppe der Wochenrückblick ausgehängt. Darin wird ein kurzer Überblick über die Aktivitäten der Gruppe innerhalb der Woche gegeben. Im Rahmen der Projektarbeit stellen die Kinder ihre Arbeiten vor. Das können Bilder, Theaterstücke, Bastelarbeiten, Unternehmungen oder ähnliches sein. Durch Fotos werden die Projektaktivitäten dokumentiert. Einmal im Jahr haben die Eltern die Möglichkeit, einen Vormittag mit ihrem Kind im Kindergarten zu verbringen. Dadurch möchten wir ihnen einen kleinen Einblick in unsere tägliche Arbeit geben und ihnen ermöglichen, ihr eigenes Kind aus einer anderen Sicht wahrzunehmen. Im Anschluss findet ein gemeinsames Gespräch statt, in dem Raum für Fragen und Anregungen besteht.

5. Kooperation innerhalb und außerhalb der Einrichtung

5.1. Kooperation innerhalb des HPZ

Wir sind in die Aktivitäten des HPZ Senden eingebunden und nehmen an Veranstaltungen wie z. B. Theaterbesuchen, Morgen- und Singkreisen, Festen und Feiern aktiv teil.

5.2. Kooperation mit der Interdisziplinären Frühförderung

Zwischen den am Förderprozess beteiligten Mitarbeitern der Frühförderung und dem Personal des Kindergartens findet ein enger und kontinuierlicher fachlicher Austausch statt. Regelmäßig werden Förderinhalte abgesprochen, Informationen ausgetauscht und gemeinsame Förderziele abgestimmt.

5.3. Kooperation mit anderen Facheinrichtungen

Kontakt und Austausch besteht mit Institutionen aus dem medizinischen Bereich (z. B. Kinderärzte, SPZ, KJP, Therapeuten, Öffentlicher Gesundheitsdienst) sowie aus dem pädagogischen Bereich (z. B. Beratungsstellen, verschiedenen Schulen, Mobiler Sonderpädagogischer Dienst, Sinnes-Frühförderstellen, integrative Einrichtungen etc.).

5.4. Kooperation mit der Schule

Das Vorkurskonzept „Deutsch“ ist eine Maßnahme zur Verbesserung der Sprachkompetenz für Vorschulkinder, insbesondere für Kinder, deren beide Elternteile nichtdeutschsprachiger Herkunft sind oder wenn bei den Kindern Auffälligkeiten im Bereich der Sprache bestehen. Der Vorkurs findet in Kooperation zwischen dem Kindergarten und der Grundschule statt. Die Vorkurse ergänzen und unterstützen die Tätigkeit der pädagogischen Fachkräfte im Kindergarten im Bereich der sprachlichen Entwicklung. Der Vorkurs beginnt im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung.

Während des Übergangs vom Kindergarten in die Schule stehen sowohl beim Kind als auch bei den Eltern große Veränderungen an. Um diesen Übergang gut zu gestalten, kooperieren wir mit verschiedenen Schulen des Landkreises, wie z. B. mit den Grundschulen, den Diagnose- und Förderklassen der Förderzentren, der Lindenhofschule etc.. Mit ihnen, insbesondere jedoch der zuständigen Sprengelschule, findet ein regelmäßiger Austausch, wie z. B. Besuche der Kinder in der Schule, Besuch eines Lehrers im Kindergarten, Treffen des pädagogischen Personals von Schule und Kindergarten, bis hin zu gemeinsam gestalteten Elternveranstaltungen statt.
Die Beratung hinsichtlich der Einschulung wird für jedes Kind individuell und in enger Absprache mit den Eltern getroffen.

6. Rechtliche Grundlagen

Unsere Arbeit ist nach den jeweils aktuell geltenden rechtlichen Bestimmungen und Vorgaben des BayKiBiG (Bayerisches Kinderbildungs und –betreuungsgesetz), dem KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz), dem SGB (Sozialhilfegestz) sowie den Zielen und Themen des BEP (Bayerischer Bildungs- und Erziehungsplan) ausgerichtet.

 

Juni 2016  
Das Team des Integrativen Kindergartens Lindennest                                                  

Information und Kontakt

Fr. Effenberger: Tel: 07307 9757-0
g.effenberger(a)lebenshilfe-donau-iller.de

Heilpädagogisches Zentrum Senden
Holsteiner Str. 1
89250 Senden