HPZ-Senden    Heilpädagogisches Zentrum Senden     LHDIHeader     
mit Lebenshilfe Zentrum Günzburg      
A+ A A-
  • LINDENHOFSCHULE - Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
    HPZ LHS
  • FRÜHFÖRDERUNG
    FF
  • INTEGRATIVER KINDERGARTEN - LINDENNEST
    IKG
  • INDIVIDUALBEGLEITUNG
    IB
  • FRÜHFÖRDERUNG GÜNZBURG
    LHZGZ
  • HEILPÄDAGOGISCHE TAGESSTÄTTE
    HPT
  • FACHDIENSTE
    itemid167 id52itemid135 id40itemid169 id55itemid136 id45
  • SCHULVORBEREITENDE EINRICHTUNG (SVE)
    itemid115 id54
  • BERUFSSCHULSTUFE
    itemid116 id8

30 Jahre Partnerschaft IME-LHS

Ein guter Anlass zum Feiern: zweimal 30 Jahre Schulpartnerschaft

Beim Lindenhoffests 2019 standen die Schulpartnerschaften der Lindenhofschule im Mittelpunkt. Zu unserer Freude waren Besucher von der Städtischen Wirtschaftsschule in Senden und vom Förderzentrum IME in der Bretagne da, um mit uns das Jubiläum zu

feiern. Wir blicken zurück auf 30 Jahre der freundschaftlichen Zuneigung, des Respekts, gemeinsamer Aufgaben und Unternehmungen - seit 1989!

Die Partnerschaft mit der Wirtschaftsschule wurde bereits im Mai gefeiert, so dass beim Lindenhoffest die Begegnung mit den französischen Partnern das Hauptthema war.

 Montfort Senden 30 01 c kD

Im Mittelpunkt steht immer die Begegnung der Jugendlichen und die Freude am gemeinsamen Programm war auch beim der diesjährigen Treffen wieder deutlich wahrzunehmen.

Ist es sinnvoll, dass Schüler von weit entfernten Förderschulen und Zeit zusammen verbringen, auch wenn sie die Sprache der anderen kaum sprechen?
Wir sagen aus guter Erfahrung: Ja, es ist sinnvoll! Es hat durchaus etwas mit Inklusion zu tun – auch Schüler einer Förderschule haben das Recht auf Schüleraustausch mit anderen Ländern! Und sie verstehen sich erstaunlich gut!

 20190628 092349

Zugegeben: auch den Betreuern und den Verantwortlichen machen die Partnerschaften viel Spaß, auch wenn dafür viel organisatorischer und bürokratischer Aufwand entsteht. Man kann am abwechslungsreichen Programm teilnehmen, man tauscht sich auf Augenhöhe aus und kann viel voneinander lernen. So ist Schulpartnerschaft tatsächlich auch eine Art Fortbildung.

 20190628 141843

Beim Lindenhoffest konnten wir Gäste aus der Bretagne begrüßen und vorstellen: zusammen mit Michel Turpin, dem Schulleiter, betreute das Team aus Morgane Doreau (technische Förderlehrerin, Lidwine Rouxel (Heilerziehungspflegerin), Vanessa Vandembulck (Förderlehrerin) und Gwenael Landier (Sportlehrer) die Gruppe von Jugendlichen. Ebenso waren Gäste der Wirtschaftsschule dabei – auf der Bühne vertreten durch die Schulleiterin Helga Grabinger.

 
DSC 0484 2

Wie haben wir diese 30 Jahre „geschafft“?

Dank vieler Menschen, die die Partnerschaften und die Gastfreundschaft mit Begeisterung gepflegt haben, ist das Miteinander so lebendig. Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb allen Mitarbeitern und Leitungskräften, die sich in diesen 30 Jahren vom Wert der Partnerschaften überzeugen ließen, sie mitgetragen haben und die heute immer noch hinter der Idee stehen.

Eine respektvolle Verneigung gebührt den „Gründervätern“ und Schulleitern Walter Ziegler von der Lindenhofschule, Jean Claude Chapron vom IME Montfort und Hans-Ulrich
Maier-Collin für die Städtische Wirtschaftsschule.

IMG 20190630 133205

An dieser Stelle ist es angebracht, noch tiefer in die Vergangenheit zu blicken und der einstigen Staatschefs Charles de Gaulles und Konrad Adenauer zu danken, die mit dem Elysée-Vertrag von 1963 die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks im Jahre 1965 angeregt hatten. Dieses nämlich hat unsere Partnerschaft von Anfang an entscheidend mitfinanziert und so erst ermöglicht. Daraus erwuchs ein nachhaltiger Wert, der mit Geld nicht aufzuwiegen ist. Gerade in einer Zeit, in der politische Populisten ungeniert in bornierten Staatsegoismus zurückfallen und damit in manchen Ländern reichlich Erfolg haben, lernen wir: In der bröckelnden Europäischen Gemeinschaft ist die deutsch-französische Freundschaft besonders wertvoll.

 

Gewiss haben auch die Eltern der beteiligten Schüler stets ihren Beitrag bezahlt und der Elternbeirat hat großzügig unterstützt, wenn es für eine Familie zu belastend wurde.

Auch unseren Schulträgern Lebenshilfe Donau-Iller und Arjoncs d’Or sei gedankt, die manches Mal ein Defizit ausgeglichen haben.

Von Anfang an war auch unsere Heilpädagogische Tagesstätte eine zuverlässige Begleiterin der Lindenhofschule, sei es durch Personaleinsatz, Anbieten von Schlafräumen oder die Versorgung durch gutes Essen und Trinken. Und von den Donau-Iller-Wohnstätten stammte stets die frische Bettwäsche für die Gäste.

  IMG 20190701 074815

Zudem genossen wir auch die ideelle Unterstützung der Regierung von Schwaben: Wir sagen herzlichen Dank für die Wertschätzung dieser Schulpartnerschaft! Im Jahr 2000 war sogar unser ganzes Regierungsteam nach Montfort eingeladen und hat sich dort von der Qualität der Aktivitäten überzeugen können. Unser Regierungsschuldirektor Klaus-Peter Brünig hat in früheren Jahren selbst aktiv und engagiert am Programm mitgewirkt.

Hier sei nochmal erwähnt, dass wir im Mai auch die 30-jährige und ebenfalls sehr wertvolle Partnerschaft mit der Städtischen Wirtschaftsschule Senden gefeiert haben. Herzlichen Dank an alle Lehrkräfte und die Generationen von Schülern, die diese lebendige Nachbarschaft   mit Freizeit- und Sportprogrammen gestaltet haben. Da wir schon dabei sind, über den Tellerrand zu blicken: Seit nunmehr 16 Jahren gibt es eine Partnerschaft mit der Maria Magdalena Special School, einem Förderzentrum in der kenianischen Kommune Munyu.

Wir haben ein sehr aktives Team im HPZ, das sich das ganze Jahr über gemeinsam mit Schülern für die Kinder in Afrika engagiert. Ein Höhepunkt ist stets der Munyu-Bazar mit vielen schönen Produkten in der Aula. Gute Ware lockte auch diesmal viele Kunden an. Hier gönnt man sich selbst etwas Schönes oder Leckeres, gleichzeitig verbessert man die Zukunftschancen für kenianische Menschen mit Behinderung.