HPZ-Senden    Heilpädagogisches Zentrum Senden     LHDIHeader     
mit Lebenshilfe Zentrum Günzburg      
A+ A A-
  • LINDENHOFSCHULE - Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
    HPZ LHS
  • FRÜHFÖRDERUNG
    FF
  • INTEGRATIVER KINDERGARTEN - LINDENNEST
    IKG
  • INDIVIDUALBEGLEITUNG
    IB
  • FRÜHFÖRDERUNG GÜNZBURG
    LHZGZ
  • HEILPÄDAGOGISCHE TAGESSTÄTTE
    HPT
  • FACHDIENSTE
    itemid167 id52itemid135 id40itemid169 id55itemid136 id45
  • SCHULVORBEREITENDE EINRICHTUNG (SVE)
    itemid115 id54
  • BERUFSSCHULSTUFE
    itemid116 id8

Eine komplizierte Schulart sucht neue Lernwege

Corona-Pandemie Digitales Lernen Ist für viele Schüler mit geistiger Behinderung schwierig Ein Blick ins Heilpädagogische Zentrum in Senden.

Wir sind mit Sicherheit die komplizierteste Schulart in dieser Situation". sagte Matthias Düffert. Schulleiter der Lindenhofschule im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ). Die Schule mit dem Förderschwer• punkt geistige Entwicklung ist wie alle Schulen seit Mitte März geschlossen. der Unterricht findet zu Hause statt. Doch das digitale Lernen sei eine Herausforderung für viele Kinder mit geistiger Behinderung. „Wir haben Schüler. die damit überfordert sind."

 SWP Corona Artikel HPZ Bild

Werkstücke für zu Hause. Die Schule gehe daher auch andere Wege. Wir fahren Material zu den Familien nach Hause aus." Für die Schüler der Berufsschulstufe seien dies etwa Werkstücke an denen praktisch gearbeitet werde. Arbeitsblätter und Elternbriefe können über die Website abgerufen werden.

Auch für die Lehrer sei die Situation neu, viele Konzepte entstünden daher erst nach und nach sagte der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Schneider. „Die Lehrer sind alle gut beschäftigt. Sie entwickeln Ideen und Materialien und halten Kontakt mit den Familien." Vor allem der direkte Austausch sei wichtig. „Wir haben jeden angerufen und gefragt wie es so läuft." Mit einigen älteren Schülern hätten auch schon Video-Chats stattgefunden. „Da war die Freude sehr groß, uns zu sehen, das werden wir weitermachen." Anders als in anderen Schulformen lerne auch die Abschlussklasse weiter zu Hause. „Es werden keine Prüfungen geschrieben. daher müssen die 13 Schüler nicht kommen", sagte Schneider.

Für viele Familien sei die Situation sehr belastend, sagte Düffert. „Wir wissen wie fordernd manche unserer Kinder sind." Dass soziale Kontakte und Schulbesuch nun seit Wochen ausfielen bringe so manchen an seine Grenzen, Unterstützung gebe es etwa vom Team der Individualbegleitung. Das ist uns eine Herzensangelegenheit. "Wir kennen die Kinder und ihre Familiensituation. Wir sprechen mit ihnen und schauen was wir tun können." sagte Leiter Oliver Miller. Gut angenommen würde die Notfallbetreuung, die im HPZ ganztägig angeboten angeboten werde. Es werden immer mehr Kinder. Wir hatten zehn. Nun kommen 19", sagte Franziska Thunig. Leiterin der Tagesstätte. Wie an allen Schulen dürften sich maximal fünf Schüler in einem Raum aufhalten. „Aber wir haben Kinder bei denen die Gruppen kleiner sein müssen." Fast alle Schüler gehörten zudem zur Corona-Risikogruppe. „Da ist es schon die Frage, wie viele wir aufnehmen könnten."
Auch der Transport zur Schule sei ein Problem: "Die Kinder kommen mit Kleinbussen, die sitzen da sehr lange zusammen", sagte Schneider. Höchstens drei Kinder dürften denselben Bus benutzen. "Und das ist eigentlich schon zu viel."

Auch im Kindergarten Lindennest ruht aktuell coronabedingt der Betrieb. Sie hoffe, dass zumindest Vorschulkinder bald wieder kommen dürfen, sagte Leiterin Gisela Effenberger. "Dass sie in die Schule gehen, ohne dass wir sie verabschieden, ist unvorstellbar."

Architektonische Grenzen

Wie es im HPZ einmal laufen könne, wenn der Schulbetrieb irgendwann wieder schrittweise aufgenommen würde, sei unklar, sagte der Schulleiter der Lindenhofschule Düffert.  Schon bei 30 Schülern stoße man an architektonische und medizinische Grenzen. Richtlinien seien bisher nicht bekannt. "Aber wir sind zuverssichtlich optimistisch, dass wir das hinbekommen."